Meinen Hass bekommt ihr nicht – Antoine Leiris (2014)

Der Mann ohne Hass hat sein Buch geschrieben. Antoine Leiris – französischer Journalist – verlor seine Frau bei den Terroranschlägen im Pariser Bataclan, November 2015. Nachdem er Gewissheit über das Unfassbare erhalten hatte, dass seine Frau erschossen worden war, postete er ein paar einfache Worte auf Facebook:

„Freitag Abend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass bekommt ihr nicht.“

Mit diesem Gegenprogramm zum islamistischen Hass-Terror traf er ins Herz der entsetzten Menschen. Seine privaten Worte wurden millionenfach geteilt.

Ein Journalist muss schreiben. Das – sehr erfolgreiche – Buch erzählt von der Suche nach seiner Frau bis zur schrecklichen Gewissheit. Es beschreibt die erste Zeit mit seinem mutterlosen Sohn und der Unmöglichkeit eines normalen Lebens für Terroropfer. Es ist eine Geschichte von Liebe und wir LeserInnen merken, wie gut es tut, darüber zu schreiben. Alles Gute!


Antoine Leiris: Meinen Hass bekommt ihr nicht.

Kommentare

  1. Natürlich soll und darf jeder über sein Schicksal schreiben.
    Man kann sich während der Lektüre vorstellen, wie ein halbes Jahr nach dem fürchterlichen Drama ein Verleger bei Leiris vorstellig geworden ist und ihm das Angebot gemacht hat.
    Tolle Chance für ihn, professionell geschrieben. Sehr erfolgreich.
    Berührt hat es mich nicht mehr.
    Aber: Who am I to judge!

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